Islamisches Zentrum Wien

izw-logo-200.jpgDer Verwaltungsrat kaufte von der Gemeinde Wien ein Grundstück im Ausmaß von 8.300 m2. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte am 29. Februar 1968, im Beisein des österreichischen Außenministers Dr. Kurt Waldheim, des Erzbischofs von Wien Kardinal Dr. Franz König, sowie der Botschafter der islamischen Länder in Österreich. Zur Erinnerung an diese Grundsteinlegung im Monat Ramadan 1387 H. wurde ein religiöser Text in arabischer Sprache in den Stein eingraviert. Aus Geldmangel wurde der Baubeginn verschoben, bis 1975 der verstorbene König von Saudi-Arabien Faisal Ibn Abdul Aziz seine Regierung beauftragte, die Finanzierung des Bauprojektes der Moschee zu übernehmen. Die Leitung dessen wurde dem saudiarabischen Botschafter in Österreich Scheich Farid Y. Basrawi übertragen. Mehrere österreichische Baufirmen wurden zur Anbotslegung eingeladen und schlussendlich die Wiener Baufirma Ing. Richard Lugner mit der Gesamtausführung des Projektes betraut. Am 1. Juli 1977 erfolgte der Baubeginn und am 11. November 1977 konnte man zum ersten Mal dem Ruf des Muezzins von dem auf der Spitze mit einem Halbmond verzierten Minarett hören. Am 26. April 1979 fand die Aufsetzung des vergoldeten Halbmondes auf der Kuppel der Moschee statt.

Die Errichtung des Wiener Islamischen Zentrums dient der sich ständig vermehrenden Anzahl der Muslime in Österreich, als religiöse und kulturelle Stätte der Zusammenkunft. Diese setzen sich zusammen aus Diplomaten, Geschäftsleuten, Studenten, Arbeitern, sowie Menschen, die ihr Land aus den verschiedensten Gründen verlassen haben. Albaner und Bosnier, wie auch solche, die aus ihren Gebieten im ehemaligen Osmanischen Reich nach dem Ersten Weltkrieg abgetrennt wurden oder die in Gebieten wohnten, die nach dem Zweiten Weltkrieg unter kommunistische Herrschaft geraten sind. Entsprechend den österreichischen Gesetzen genießen die Muslime dieselben Rechte und Vorteile wie die anderen Religionsgemeinden in Österreich. Sie finden dieselben Arbeitsmöglichkeiten vor, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich, z.B. gibt es österreichische Muslime, die höhere staatliche Positionen innehaben. Das Zentrum verfügt über eine große Moschee, eine Bibliothek, eine Mehrzweckhalle, Büroräume, Klassenzimmer für den Unterricht der Qur`an-Rezitation, sowie der arabischen Sprache und Wohnungen für die Bediensteten.

Das Minarett hat eine Höhe von 32m, die Kuppel eine von 16m und der Kuppeldurchmesser beträgt 20m. Die Kosten der Innerausstattung, sowie der Ausschmückung, der Verzierungen und der restlichen Ausstattung wurden großzügigerweise von den islamischen Staaten und der österreichischen Regierung finanziert. Am ersten Tag des Muharram 1400 H. der dem 20. November 1979 entspricht, erfolgte mit einem Festakt die Eröffnung des Wiener Islamischen Zentrums, in Anwesenheit des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Rudolf Kirchschläger, dem österreichischen Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky, dem Bürgermeister von Wien Leopold Gratz, dem österreichischen Außenminister, dem Unterrichtsminister des Königreichs Saudi-Arabien Dr. Abdul Aziz Al-Khuwaiter als Vertreter des Königreichs Saudi-Arabien, der Botschafter der islamischen Länder, sowie weiterer islamischer und österreichischer Würdenträger als Vertreter politischer Parteien, Gesellschaften und Vereine, wie auch Tausender in Österreich lebender Muslime.

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