Interreligiöse Veranstaltungen


Interreligiöser Grätzlspaziergang

Zu den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen gehört der interreligiöse Grätzlspaziergang im Floridsdorfer Bezirksteil Bruckhaufen, welcher jedes Jahr von der GB*21 und dem MA 17 für Integration und Diversität organisiert wird. TeilnehmerInnen spazieren gemeinsam zum Islamischen Zentrum und anschließend zur benachbarten katholischen Pfarrkirche St. Elisabeth, um Informationen zu den jeweiligen Religionsgemeinschaften und deren Aktivitäten zu erhalten und einander näher kennenzulernen.

 

Interreligiöse Schulfeiern

Auch innerhalb der Schulen versucht man die Gemeinschaft unter den Kindern und das gegenseitige Kennenlernen regelmäßig zu fördern. So gestalten VertreterInnen verschiedener Religionen gemeinsam mit den Schulkindern interreligiöse Schulfeiern, zu welchen auch das Islamische Zentrum regelmäßig einen Beitrag leisten darf.

 

Nachbarschaftstreff am Islamischen Zentrum Wien

Das Nachbarschaftstreffen am Islamischen Zentrum Wien, veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Bezirksvorstehung Floridsdorf und dem Magistrat 17 Integration und Diversität, trägt ebenfalls zum freundschaftlichen Austausch und Beisammensein bei.

 

European Muslim Jewish Dialogue

Das Islamische Zentrum hieß die Delegation des Netzwerkes European Muslim Jewish Dialogue herzlich willkommen und freute sich sehr über die Zusammenkunft. Im Fokus stand die Begegnung und der gegenseitige Austausch. Die Mitglieder beobachteten das Freitagsgebet bzw. nahmen daran teil, anschließend fand eine Diskussionsrunde mit Imam Salim Mujkanovic in der Bibliothek statt.

 

Deklaration der Imame

Als Zeichen der Ablehnung jeglicher Form der Gewalt haben die Imame der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich am Islamischen Zentrum Wien eine Deklaration gegen Extremismus und Terror unterzeichnet. In dem Dokument, das von mehr als 300 Geistlichen verabschiedet wurde, werden nicht nur sämtliche Anschläge weltweit verurteilt, es wird auch zur Integration der Muslime aufgerufen. Appelliert wird darin an sämtliche Muslime, einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in Österreich zu leisten. 
Zum ersten Mal in der österreichischen und europäischen Geschichte erfolgte eine solche öffentliche Verkündung.

 

Menschenkette

Um ein friedliches Miteinander innerhalb der österreichischen Gesellschaft zu fördern wurde auf Initiative der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, dem Islamischen Zentrum Wien und der römisch-katholischen Pfarre Bruckhaufen die Aktion „Menschenkette“ ins Leben gerufen. VertreterInnen der jüdischen, christlichen, muslimischen und buddhistischen Glaubensgemeinschaften in Österreich kamen zu einem Friedenstag zusammen. Unter ihnen befanden sich unter anderem der Bischofsvikar Mag. P. Dariusz Schutzki, Regens Dr. Richard Tatzreiter von der Pfarre Bruckhaufen, der Präsident der IGGÖ, Ibrahim Olgun, der Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft, Gerhard Weißgrab, der Journalist Samuel Laster der jüdischen Gemeinde sowie Imam Salim Mujkanovic vom Islamischen Zentrum Wien.
In ihren Ansprachen unterstrichen alle Redner die Wichtigkeit, die Glaubensüberzeugung und Weltanschauung anderer respektvoll zu achten und sich gemeinsam aktiv für Zusammenhalt und Solidarität einzusetzen. Vier weiße Friedenstauben wurden als symbolischer Akt von den Religionsvertretern frei gelassen.
Im Anschluss daran wurde von etwa 500 Menschen eine Kette, die vom Islamischen Zentrum zur Pfarre Bruckhaufen St. Elisabeth führte, gebildet. Mit der Symbolik der Menschenkette wollten sie eines zeigen: Alle Menschen sind Teil eines einzigen Gliedes und gehören zusammen, ganz gleich welcher Religion, Kultur oder Ethnie sie angehören. Verbunden waren die TeilnehmerInnen durch rote und weiße Bänder, ein Bekenntnis zur Heimat Österreich.

 

Islam-Ausstellung Schallaburg

Im historischen Schloss Schallaburg in Niederösterreich werden jährlich wechselnde Ausstellungen organisiert. Das Thema 2017 lautete „Islam in Österreich – Eine Kulturgeschichte“ und beleuchtete den Islam aus sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Sicht. Außerdem wurde das Leben von MuslimInnen in Österreich gezeigt und aktuelle Themen mit historischen Entwicklungen verknüpft.
Die Organisatoren der Ausstellung arbeiteten mit mehreren islamischen Institutionen zusammen, unter anderem mit dem Islamischen Zentrum in Wien. Teil der Kooperation war das Angebot von vertiefenden Führungen an unserem Zentrum, um auch die islamische Architektur in Österreichs größter und ältester Moschee zu erleben.

 

Priesterseminar der Kirchlich Pädagogischen Hochschule

Das Priesterseminar der Kirchlich Pädagogischen Hochschule (KPH Krems) stattet dem Islamischen Zentrum regelmäßig einen Besuch ab. Wir freuen uns sehr über dieses gemeinschaftliche Zusammenkommen und über den abschließenden nachbarschaftlichen Besuch des Herrn Pfarrer Mag. Gottfried Klima (Pfarre Kaisermühlen), Regens Dr. Richard Tatzreiter, sowie der Pastoralassistentin Dipl. Päd. Barbara Lindner (Pfarre Bruckhaufen).
An dieser Stelle möchten wir uns auch herzlichst bei Dzemal Sibljakovic, dem islamischen Seelsorger der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGIÖ) bedanken für die Unterstützung des Imams Salim Mujkanovic an diesem Tag.

 

Gebet der Religionen zum Jahreswechsel

Das „Gebet der Religionen zum Jahreswechsel“ wurde in einer Flüchtlingsunterkunft in Wolkersdorf/Niederösterreich abgehalten. Die Veranstaltung war sowohl multi- als auch interreligiös, denn es wurden Gebete der einzelnen Glaubenstraditionen gesprochen, wie auch ein gemeinsames Gebet, dessen Inhalt vorab mit allen VertreterInnen abgesprochen wurde. Sinn und Zweck dieses gemeinsamen Abends war es, den Flüchtlingen, unter denen sich sowohl Christen, als auch Muslime befanden, einen Rückblick auf das vergangene Jahr und ihre Fluchterlebnisse zu geben, Gott für seinen Schutz zu danken und einen positiven Blick in die Zukunft zu ermöglichen. Anwesend waren neben den in der Unterkunft untergebrachten Flüchtlinge die Leiterin der Unterkunft, ein Übersetzer, Herr Pfarrer Hannes Grabner von der Pfarre Wolkersdorf, sowie Herr Abdallah Bondok für das Islamische Zentrum Wien. Nach der Begrüßung wurde zunächst ein Gebet nach islamischer Tradition gebetet und auf Deutsch übersetzt, danach ein christliches Gebet auf Arabisch übersetzt. Nach einer kurzen Ansprache von Herrn Bondok über die Gemeinsamkeiten und die Bedeutung des Gebets für beide Religionen, wurden von den Flüchtlingen Bittgebete formuliert. Den Abschluss machte ein gemeinsames („interreligiöses“) Gebet, sowohl in deutscher als auch in arabischer Sprache.

 

Empfang einer Delegation des KAICIID

Das Islamische Zentrum Wien dient neben seiner Funktion als Gebetsstätte für Muslime auch als Ort der Begegnung mit Islaminteressierten aus aller Welt und des interreligiösen Dialogs. Aus diesem Grund waren wir sehr erfreut über den Besuch einer 44- köpfigen Delegation des International Fellow Programms des King Abdullah bin Abdulaziz International Centre for Interreligious and Intercultural Dialogue (KAICIID). Nach einer Begrüßung durch den Direktor des Islamischen Zentrums, Dr. Hashim A. Mahrougi, führte Imam Ömer Cancetin die Gäste in die Moschee und erläuterte die wichtigsten Glaubensinhalte des Islam. Anschließend wurden in der Bibliothek die Aufgaben des Zentrums vorgestellt, bevor in einer interessanten Diskussion über die verschiedenen Riten und Traditionen der an diesem Tag vertretenen Religionen (Christentum, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Islam) gesprochen wurde. Als Abschluss eröffnete Dr. Mahrougi das Buffet, an welchem die Gespräche noch in kleineren Runden weitergeführt wurden. Im Anschluss an diesen Besuch zog die Delegation, begleitet von unseren Imamen Salim Mujkanovic und Ömer Cancetin, weiter zur Synagoge und Museum am Judenplatz.

 

Forum of the world’s Religions

Das Forum of the World’s Religions und der Open Society Foundation organisierten eine interreligiöse Konferenz in Bratislava/Slowakei mit dem Titel „Jews, Christians, Muslims: What unites us, what drives us apart?“, zu welcher der Direktor des Islamischen Zentrums Wien, Herr Dr. Hashim A. Mahrougi, als Sprecher eingeladen wurde. Dr. Mahrougi hob in seinem Vortrag die Gefahren, die das Internet und die sozialen Medien für Jugendliche bergen, hervor. Die Medien seien heutzutage das läufigste und einfachste Mittel, sich über Religion zu informieren, doch die Informationen sind oft falsch oder verzerrt. Weitere TeilnehmerInnen waren unter anderem Herr Shai Hermesh, Vorsitzender des World Jewish Congress in Israel, der ägyptische Botschafter Arm El Henawy, Herr Ján Figel von der Europäischen Kommission, Herr Ya’akov Marg vom israelischen Parlament, der evangelische Pfarrer Daniel Pastirčák und der israelische Botschafter Zvi Vapni.