Der Islam ist eine monotheistische Religion, die auf dem Glauben an den einen Gott (Allah) basiert. Er gehört zu den abrahamitischen Religionen und steht in der Tradition der Offenbarungen, die auch im Judentum und Christentum eine zentrale Rolle spielen. Das Wort „Islam“ bedeutet wörtlich „Hingabe“ oder „Unterwerfung“ gegenüber Gott und beschreibt die bewusste Ausrichtung des Lebens an göttlichen Geboten und ethischen Prinzipien.
Für Musliminnen und Muslime umfasst der Islam nicht nur religiöse Rituale, sondern eine ganzheitliche Lebensweise, die Spiritualität, Moral, soziale Verantwortung und zwischenmenschliches Verhalten miteinander verbindet. Im Zentrum steht das Streben nach einem bewussten, verantwortungsvollen und von Gerechtigkeit geprägten Leben.
Die Glaubensgrundlagen des Islam bilden das Fundament des religiösen Verständnisses und umfassen die zentralen Überzeugungen, die von allen Musliminnen und Muslimen geteilt werden. Dazu gehört der Glaube an den einen Gott (Allah), an seine Engel, an die offenbarten Schriften, an die Propheten sowie an den Tag des Jüngsten Gerichts und die göttliche Vorherbestimmung.
Diese Grundsätze verdeutlichen die Verbindung zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer sowie die Verantwortung für das eigene Handeln. Sie prägen das religiöse Bewusstsein und geben Orientierung im persönlichen und gemeinschaftlichen Leben.
Die fünf Säulen des Islam bilden die grundlegenden religiösen Pflichten, die das praktische Leben von Musliminnen und Muslimen strukturieren. Sie umfassen das Glaubensbekenntnis (Schahada), das tägliche Gebet (Salah), das Fasten im Monat Ramadan (Sawm), die soziale Pflichtabgabe (Zakat) sowie die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch&Umrah), sofern dies möglich ist.
Diese Säulen stellen zentrale Ausdrucksformen des Glaubens dar und verbinden spirituelle Praxis mit sozialer Verantwortung. Sie fördern Disziplin, Achtsamkeit und Gemeinschaft und sind ein wesentlicher Bestandteil des religiösen Alltags.
Allah ist im Islam der eine und einzige Gott – der Schöpfer des Universums, der Ursprung allen Seins und die höchste Instanz von Macht, Wissen und Barmherzigkeit. Der Glaube an Allah bildet das zentrale Fundament des Islam und ist der Ausgangspunkt aller religiösen Überzeugungen und Handlungen.
Das Wort „Allah“ ist die arabische Bezeichnung für Gott und wird von arabischsprachigen Menschen – unabhängig von ihrer Religion – verwendet, also auch von Christinnen und Christen. Es ist keine neue oder andere Gottheit, sondern bezeichnet denselben einen Gott, an den auch in den anderen abrahamitischen Religionen geglaubt wird.
Sprachlich wird „Allah“ häufig als Zusammensetzung von „al“ (der) und „ilah“ (Gott, Gottheit) verstanden und bedeutet somit „der eine Gott“. Der Begriff unterstreicht die Einzigartigkeit und Einheit Gottes und schließt jede Form von Vielgötterei oder Teilhabe aus.
Im islamischen Verständnis ist Allah unvergleichlich, ohne Partner und jenseits menschlicher Vorstellungskraft. Er ist weder an Ort noch Zeit gebunden und ähnelt in keiner Weise seiner Schöpfung. Gleichzeitig wird Allah als barmherzig, gerecht und allwissend beschrieben, der den Menschen nahe ist und ihre Anliegen kennt.
Die Eigenschaften Allahs werden im Islam durch verschiedene Namen und Attribute beschrieben, die seine Vollkommenheit ausdrücken. Diese Namen dienen dazu, ein besseres Verständnis für die göttlichen Eigenschaften zu entwickeln, ohne dabei die Einzigartigkeit Gottes einzuschränken.
Ziel dieses Verständnisses ist es, eine bewusste Beziehung zu Gott aufzubauen, die auf Vertrauen, Verantwortung und innerer Ausrichtung basiert.
Der edle Qur’an ist die heilige Schrift des Islam und gilt als das Wort Gottes, das dem Propheten Muhammad ﷺ offenbart wurde. Er bildet die wichtigste Quelle des islamischen Glaubens und enthält sowohl spirituelle Lehren als auch ethische und rechtliche Grundlagen.
Der Qur’an wird von Musliminnen und Muslimen in arabischer Sprache rezitiert und gelesen, wobei Übersetzungen das Verständnis für nicht-arabischsprachige Menschen unterstützen. Seine Inhalte dienen als Orientierung für das persönliche Leben und die Gemeinschaft und werden weltweit von Millionen Menschen täglich rezipiert.
Der Prophet Muhammad ﷺ wird im Islam als letzter Gesandter Gottes betrachtet. Er wurde im 6. Jahrhundert in Mekka geboren und erhielt die Offenbarung des Qur’an, die er über einen Zeitraum von etwa 23 Jahren übermittelte.
Sein Leben dient Musliminnen und Muslimen als Vorbild für Glauben, Charakter und zwischenmenschliches Verhalten. Seine Aussagen und Handlungen, die in den Überlieferungen (Hadithen) festgehalten sind, ergänzen den Qur’an und bieten praktische Orientierung für den Alltag.
Das Gebet gehört zu den zentralen religiösen Handlungen im Islam und wird fünfmal täglich zu festgelegten Zeiten verrichtet. Es stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Menschen und Gott dar und ist Ausdruck von Dankbarkeit, Achtsamkeit und spiritueller Ausrichtung.
Die Moschee ist der Ort des gemeinschaftlichen Gebets und zugleich ein Raum für Begegnung, Bildung und Austausch. Sie erfüllt eine wichtige Rolle im religiösen und sozialen Leben der Gemeinschaft und steht grundsätzlich allen Menschen offen, die sich über den Islam informieren oder daran teilnehmen möchten.